Die Felsen des Budaer Gebirges
Die Hauptmassen des Budaer Gebirges bilden Gesteine aus der Trias, vor allem Kalkstein und Dolomit. Die Trias ist die erste große Einheit des geochronologischen Erdmittelalters. Sie deckt ungefähr die Periode zwischen 251 und 200 Millionen Jahren vor unserer Zeit ab. Die Erdoberfläche sah damals anders aus: Es gab weder den pazifischen Ozean noch das Karpatenbecken. Die Triasgesteine des Budaer Gebirges haben sich unter tropischen Umständen in seichten und in tieferen Meeresbecken sedimentiert.
 
Die eigenartigsten Felsen des Budaer Gebirges bestehen aus Kalkstein und aus Dolomit. Bei der Entstehung der Felsen auf den Gipfeln oder an den mit Wald bedeckten Hängen spielten Wasser und Eis – d.h. die Oberfläche langsam aber unaufhaltbar formende Erosion - eine entscheidende Rolle. Genauso wichtig ist die Rolle der Verwerfungen und Verschiebungen, welche zur Bildung von steilen Felshängen führen. Ein Beispiel für eine Verwerfung ist unter anderem die Donauseite des Gellért-Berges. An vielen Stellen führte das entlang der Bruchlinien austretende heiße Wasser aus dem Erdinneren Kieselsäure mit. Das damit durchtränkte Gestein wurde zu einem harten Block zementiert. Während der Zeiten wurde das lockerere Material um diese Stellen herum abgetragen, sodass die zementierte Steinmasse wie ein harter Felsen aus ihrer Umgebung herausragte.
 
 
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