Die Geschichte des Sas-Berges
Einst trug der Berg den Namen Király (Königs)-Berg, weil sich die vornehmen Gesellschaften nach den großen königlichen Jagden hier auszuruhen pflegten. Später, als die Umgebung in den Besitz der Budaer Orden kam, hat sich auch der Name des Berges geändert, er hieß nun Mönchberg, Pfarrerberg und Gottesberg.
 
Wann und warum bekam er den Namen Sas (Adler)-Berg? Darüber berichtet eine schöne Legende. Im September des Jahres 1686, als die Budaer Burg endlich von den Türken zurückerobert worden war, flogen während des Festes Adler vom Berg - Vögel der Freiheit - in Richtung Budaer Burg auf. Einen wirklich ungarischen Namen erhielt der Berg erst im Jahre 1847 von Gabor Döbrentei im Rahmen der Ungarisierung deutscher geographischer Bezeichnungen der Budaer Gebirge. Bis zu diesem Zeitpunkt nannte die deutschsprachige Bevölkerung von Budapest den Berg Adlersberg. In seinem Buch mit dem Titel Wie wurde Budapest errichtet - Geschichte des Rates Hauptstädtischer Öffentlicher Arbeiten 1870-1930 bietet László Siklóssy eine viel einfachere Erklärung. Er ist der Meinung, es handelt sich hier um eine einfache Verwechslung: Das deutsche Budaer Bürgertum hat ja den Berg Adelsberg, also Berg des Adels genannt. Dies wurde zu Adlerberg, was von Döbrentei in Sas-Berg übersetzt wurde.
 
Auch auf weitere spannende Fragen können wir die Antwort suchen. Hat man den bekannten Sas-Berger Wein auch auf dem heutigen Naturschutzgebiet gebaut? Warum gibt es heute keinen Rotwein vom Sas-Berg? Wann wurde das heutige Gymnasium János Arany errichtet? Warum wollte man den Berggipfel in einen öffentlichen Park umbauen? Wie entkam der Berg den letzten Grundstücksteilungen? Wer waren seine bekanntesten Forscher? Im Film ist unser „Bergführer“ der Akademiker und Genetiker Gábor Vida, der zuerst vor mehr als 60 Jahren den Berg erklettert hatte.
 
Oldal nyomtatása